60 Jahre St. Theres

Eine persönliche Sicht auf das Jubiläum von St. Theres

In den 1960 Jahren wurde im Juraquartier eifrig gebaut. Es kamen viele neue Bewohner. Die Kapelle an der Gen. Guisanstr. wurde bald zu klein für Gottesdienste. Eine neue Kirche entstand, der Hl. Theresia von Lisieux geweiht.

Neben den vielen Gottesdienstbesuchern waren die Deutschsprechenden in der Minderheit. Doch Pfarrer Magnin bemühte sich sehr sie zu integrieren. Er sorgte dafür, dass sie eine gute Zeit erhielten für die deutsche Messe am Sonntag. Ein deutschsprachiger Priester kam dazu, Pfarrer Patrick Hungerbühler.

Bald bildeten sich Gruppen, der Frauenverein entstand, aus dem dann der Frauenchor ausging und eine Gruppe die Altersnachmittage „Frohes Altern“ organisierte, da Ältere nicht mehr so gerne an Abendanlässen teilnahmen. Deutschsprachige wurden in Pfarreirat und Seelsorgerat gewählt, so konnten sie mithelfen nebst den Gottesdiensten an einer lebendigen Pfarrei mitzubauen.

Im Kirchenraum gab es farbige Fenster von Yoki Aebischer schön gestaltet. Etwas später stellte man fest dass die Decke Mängel aufwies, die repariert werden mussten. So wurden die Gottesdienste eine Zeitlang im Saal gefeiert. In diesen Räumen wurde auch viel organisiert, z.B. Lottos, deren Erlös wohltätigen Aktionen zu Gute kam. Es gab Singnachmittage mit dem Frauenchor, wo alle mitsingen konnten.

Marie-Rose Wandeler, die Kindern in der Schule die Freude am Singen beibringen konnte,  gründete auf Bitten von Abbe Patrick hin einen Kinderchor, der viel zu gelungenen Anlässen beitrug. Zudem begleitete sie schon bald die deutschen Messgesänge, zuerst auf einem elektrischen Klavier, dann löste sie Frl. Python an der Orgel ab, was sie sehr lange tat, auch als sie den Frauenchor als Dirigentin übernahm.

Wie bei den Welschen wechselten auch bei den Deutschsprachigen die Priester mit den Jahren. Es war eine gute Zusammenarbeit, die bis heute anhält, auch wenn leider immer weniger von den Angeboten profitiert wird.

Dieser Bericht möchte aufzeigen, dass eine Pfarrei nicht nur aus schönen Gebäuden besteht, sondern aus einer lebendigen Gemeinschaft, auch wenn vielleicht viel mehr und wichtigeres gesagt werden könnte. Wir wünschen St. Theres weiter gesegnetes Wirken.

Dora Egloff

Bild: Peter und Jeanne Schaller